Dezember 27, 2018

Immobilienkredit ausgetilgt

by Julius Leineweber in Business, Corporate

Viele Baufinanzierungen stehen auf wackeligen Füßen, denn sie wurden mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung als Tilgungsersatz hinterlegt und bergen eine Finanzierungslücke. Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Fragestellung liegt auf der Hand. Einst hatten die Anbieter von Lebensversicherungen ein solides Umfeld. Die Zinsen waren unkompliziert zu erzielen und die Überschüsse waren noch beachtlich. Die Prognoseberechnungen der Versicherungsunternehmen waren entsprechend optimistisch. Schließlich stand man im Wettbewerb und wollte mit attraktiven Zahlen überzeugen. Zwar las man unter jeder Prognoseberechnung, dass Ergebnisse aus der Vergangenheit keine Gewähr für die Zukunft abbilden, aber wen kümmerte das damals? Die Lebensversicherung war das Dickschiff der Finanzdienstleistung. Statistisch hatte jeder Berufstätige mehr als einen Vertrag und das Neugeschäft funktionierte.

Richtungswechsel in 2005

Viele werden sich noch daran erinnern, wie emsig die Vermittler Ende 2004 noch Lebensversicherungen anprisen. Das Steuerprivileg endet am 31.12.2004! Lebensversicherungen, die bis zu dem Zeitpunkt abgeschlossen werden, werden noch bevorteilt, danach nicht mehr. Ende 2004 kam es zu einem regelrechten Boom an Neuabschlüssen. Die Versicherungen hatten alle Hände voll zu tun, um das Antragsgeschäft rechtzeitig zu bearbeiten. Schließlich musste das Neugeschäft noch rechtzeitig policiert werden, also noch in 2004. Der Haken war, dass mit dieser Argumentation unwillkürlich suggeriert wurde, dass Lebensversicherungen ab 2005 nicht mehr attraktiv seien. Die Wahrheit konnte nicht weiter entfernt sein.

In der Tat war die Kapitallebensversicherung noch nie ein sinnvolles Angebot. Lebensversicherungen sind Geldwerte und unterliegen dem Kaufkraftverfall des Geldes. Bei Abschluss prognostizierte und hoch erscheinende Ablaufzahlungen verloren mit Voranschreiten der Zeit ihren Zauber, denn die Preise des täglichen Lebens stiegen und jeder konnte einfach ermitteln, wieviel seine Endauszahlung ihm zukünftig bringen würde, wenn die Inflation derart weiterginge. Und von einer attraktiven Verzinsung konnte ebenfalls nicht gesprochen werden. Im Gegenteil, die Masse der geschlossenen Verträge brauchte drei Jahre und länger, um aus den Miesen herauszukommen, denn am Anfang wurden die Vertriebskosten als dicker Negativsaldo verbucht. Das sind drei Jahre Zeitverlust, in denen durch Zins und Zinseszins theoretisch der Hauptteil des Ertrages hätte erzielt werden können, hätte man direkt mit Guthaben begonnen.

Renditen im Keller

Doch mittlerweile sind die Zinsen seit Jahren im Keller und die Anbieter tun sich schwer, die vertraglich zugesicherten Garantiezinsen zu erzielen. Dazu kommt, dass das Neugeschäft immer weiter zurückgeht. Was das auf lange Sicht bedeutet, kann man sich auch ohne ein absolviertes Wirtschaftsstudium an den Fingern abzählen.

Doch was ist mit den Kunden, mit der prognostizierten Ablaufsumme einen Kredit ablösen wollten? Dieses Modell ist bekannt als Finanzierung mit Tilgungsaussetzung. Hier konnten diverse Sparformen als Tilgungsersatz genutzt werden, so auch die kapitalbildende Lebensversicherung. Doch mittlerweile, bei dem aktuellen Zinsniveau existieren nur wenige Assekuranzen, die auf lange Sicht die garantierte Leistung erbringen können, ganz zu schweigen von den im Vorfeld kalkulierten Überschussbeteiligungen. Letztlich bedeutet das, dass eine stattliche Anzahl an Baufinanzierungen gibt, die zu einem festen Zeitpunkt mit einer bestimmten Summe rechnen, jedoch erheblich weniger bekommen werden.

Guter Rat ist teuer

In so einer Zwickmühle sollte ein klarer Kopf bewahrt werden. Wenn absehbar ist, dass die Versicherungsleistung das Darlehen nicht tilgen wird, ist es Zeit für einen Plan B. Wer genug Zeit besitzt und gut mit seinem Banker steht, kann die Reißleine ziehen, das Darlehen in ein Annuitätendarlehen abwandeln und entweder die Ablaufleistung als Zwischentilgung benutzen oder angemessen investieren. Wer tilgt, hat dann eine etwas geringere Darlehensschuld und entsprechen weniger Zinsen zu zahlen. Hier könnte der monatliche Tilgungssatz entsprechend festgelegt werden, die man vorher hatte. Problem gelöst!

Wer den finanziellen Spielraum besitzt, kann aber auch das komplette Darlehen in ein Annuitätendarlehen überführen und den Rückkaufswert bzw. den Erlös aus der Lebensversicherung bei einem Verkauf, Rückabwicklung und was es sonst noch so an Möglichkeiten gibt, in Gold anlegen. Gold ist ein zuverlässiger Vermögensspeicher, der von der Inflation nicht beeinträchtigt wird. Während die Kaufkraft des Geldes durch die Inflation mit der Zeit immer stärker abnimmt, bleibt Gold stabil. Das bedeutet, viele Jahre später kann über den Ertrag des Goldverkaufs ebenfalls getilgt werden, wahrscheinlich sogar ein größerer Betrag als zuvor investiert wurde.

Egal, welcher Weg eingeschlagen wird. Die Finanzierung so zu belassen, wie sie ist, bedeutet alleinig, dass auf Grund der zu geringen Tilgungssumme nachfinanziert werden muss. Handeln ist deshalb sinnvoller.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Chancen verschiedener Edelmetalle kombiniert werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

Bildrechte: Fotolia, Urheber: stadtratte, ID: #180742825