Januar 7, 2019

Wie kostenintensiv ist die Gewinnung von Gold

by Julius Leineweber in Business, Corporate

Wenn der Begriff Gold ausgesprochen wird, ist klar, dass dieses Edelmetall zu den seltensten und wertvollsten Rohstoffen auf der Welt gehört. Doch wie selten ist Gold wirklich und wieviel kostet die Gewinnung?

Jedes Jahr veröffentlicht der zu Thomson Reuters gehörende Marktforscher GFMS die aktuellen Angaben über die Unkosten der Gewinnung von Gold. Die letzten Daten repräsentieren das Jahr 2017, das man mit den Informationen des vorangegangenen Jahres gut in Relation setzen kann. Wenn man die Daten wirken lässt, erkennt man zuallererst eines, die Förderung von Gold ist sehr anspruchsvoll und auch beschwerlich. Im Mittel werden weltumspannend nicht einmal 2 Gramm des wertvollen Metalls je Tonne Erdreich gewonnen. 16 bis 17 Tonnen Erdreich müssen also bewegt und verarbeitet werden, damit eine einzige Unze Gold gefördert werden kann. Ein wahnsinniger Aufwand und trotzdem wird weiter Gold gefördert. Warum? Weil Gold eben so wertvoll und selten ist und es sich wirtschaftlich immer noch lohnt, so einen Aufwand zu betreiben.

Allerdings wird aus den Zahlen auch deutlich, dass die Ausbeute zurück geht und die Förderkosten steigen. Die Gewinnung von Gold auf unserer Erde wird folglich immer kostenintensiver. In der folgenden Übersicht werden die Durchschnittskosten der Goldgewinnung in den bedeutendsten Goldfördergebieten dargestellt. Die Erläuterung der Kostenpositionen sind in der Legende der Darstellung näher definiert.

Fördergebiet Kosten pro Unze 3. Quartal 2016 3. Quartal 2017
Nordamerika TCC
AISC
Ausbeute g/t
630
798
1,64
661
846
1,60
Südamerika TCC
AISC
Ausbeute g/t
604
832
1,56
658
866
1,44
Australien TCC
AISC
Ausbeute g/t
594
792
1,70
620
810
1,63
Südafrika TCC
AISC
Ausbeute g/t
943
1.126
1,42
998
1.184
1,60
andere TCC
AISC
Ausbeute g/t
615
872
2,00
610
865
1,96
weltweit TCC
AISC
Ausbeute g/t
650
864
1,71
670
884
1,67

TCC: laufende Betriebsgesamtkosten der Mine inkl. Lizenzen, Steuern
AISC: TCC plus Finanzierungskosten der Mine
Quelle: GFMS, Thomson Reuters

Die jährliche Goldnachfrage von ca. 4.500 Tonnen ist mit den Fördermengen von ca. 2.500 Tonnen pro Jahr nicht einmal ansatzweise zu befriedigen. Selbst wenn man die pro Jahr recycelte Goldmenge von etwa 1.000 Tonnen berücksichtigt, existiert eine Unterversorgung von immerhin 1.000 Tonnen. Die Fördermengen fallen fortdauernd bei steigenden Aufwendungen. Mit weltumspannend durchschnittlich 670 US-Dollar war die Förderung einer Unze Goldes 3 Prozent teurer als in 2016. Die Förderkosten einer Unze inklusive des Finanzierungsaufwands der Mine wuchsen im identischen Zeitraum um 2,3 Prozent auf 884 US-Dollar.

Höhere Kosten sind ziemlich logisch. Die leichter erreichbaren Förderstellen wurden mittlerweile ausgebeutet. Der Zugang zu frischem, goldhaltigen Gestein wird immer schwieriger und damit auch kostenintensiver. In Südafrika arbeiten die Mineninhaber nunmehr in einer Tiefe von über 4.000 Metern. Das verteuert erwartungsgemäß die Förderung enorm, was man den Zahlen in der Tabelle auch ansehen kann.

Was rarer wird, wird auch wertvoller, soviel steht fest. Die Goldkäufe zeigen, dass die Nachfrager das wissen. Privatinvestoren sind gut beraten, wenn sie dem Beispiel der Big-Player nacheifern und sich mit Gold eindecken.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen ermöglicht den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Chancen verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die komfortable Lage, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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