Januar 14, 2019

Das geheime Vermögen

by Julius Leineweber in Business, Corporate

Es bestehen etliche Gründe, Vermögen im Verborgenen aufzubauen. Aber die Wege sind begrenzt. Geld auf Konten hinterlässt immer Spuren. Im Ernstfall, falls beispielsweise Behörden Auskunft einfordern und mit einem Gerichtsbeschluss vor der Tür stehen, wird das Bankgeheimnis ignoriert. Und demzufolge wird sämtliches, was sich auf den Konten befindet, transparent.

Man kann überhaupt nicht so dumm denken, wie einem das Leben bisweilen Streiche spielt. Im Vorhinein unvorstellbare Situationen werden unvermittelt durch dramatische Ereignisse Realität und somit steht man sehr schnell einer Situation gegenüber, die ein Eigenleben entwickelt, sich völlig außer Kontrolle begibt und die mühsam erworbenen Vermögen sich in Nichts auflösen.

Passiert mir nicht, mag man denken. Wer mit beiden Beinen in einem solide verlaufenden Leben steht, denkt nicht gern an Umstände, die dieses Leben komplett auf den Kopf stellen. Dabei können zuerst harmlos anmutende Situationen, in die man sich bewegt, sich plötzlich in eine unerwartete Richtung entwickeln. Torsten K. hat so etwas erlebt.

Torsten K. aus P. war selbständig, verheiratet und Vater von Zwillingen. Sein Geschäft funktionierte ziemlich erfolgreich und so war er in der Lage, einiges zur Seite zu legen für seine Altersabsicherung. Als Selbständiger war Torsten damit vertraut, kalkulierbare Risiken einzugehen und so war er bei der Auslese seiner Investitionen stets bedacht, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ertrag und Risiko zu erhalten.

Als ein Freund auf ihn zukam, war Torsten auch bereit, sich mit einem überschaubaren Betrag an der Kommanditgesellschaft (KG) seines Freundes als Kommanditist zu beteiligen. Mit nur 500 Euro Einsatz würde schon nichts geschehen, und falls doch, könnte Torsten das gut verkraften. Vollhaftender Gesellschafter war die GmbH des Freundes. Das reichte aus, um ein positives Gefühl zu bekommen, da Torsten maximal seine 500 Euro im worst case verlieren könnte und nicht mehr.

Die Jahre vergingen. Nach 10 Jahren kam der Freund auf Torsten zu und erklärte ihm, dass die KG seit Jahren von seiner GmbH getragen wurde und nun die Zeit gekommen sei, wo er die Reißleine ziehen müsse. Er würde die GmbH auflösen und folglich gleichfalls die KG. Die 500 Euro Gesellschaftsanteil, den er aus der Gesellschaft nicht zurückerhielte, würde er ihm jedoch persönlich ersetzen. Schließlich waren sie Freunde.

Für Torsten kein herber Schlag. Er hatte beileibe größere Probleme, er hatte eine Scheidung an der Backe. Seine Ehefrau hatte ihn verlassen und die Kinder, an denen er sehr hing, einfach mitgenommen. Für ihn ging es gerade um Wichtigeres als Geld. Deshalb kümmerte er sich nicht weiter darum. Mental in ein tiefes Loch gefallen, verdunkelte sich auch der Himmel über seinem Geschäft. Die Auftragslage verschlechterte sich und abgelenkt von Seiten der privaten Situation war Torsten nur schwer in der Lage, sein Geschäft wieder auf Kurs zu bringen. Die Erlöse fielen, die Ausgaben blieben jedoch konstant.

Torsten verfiel in eine Depression, lies vieles schleifen und so kam es für ihn zum ungünstigsten Zeitpunkt, als er vom Finanzamt einen geänderten Steuerbescheid für das Jahr 2016 erhielt mit einer Korrektur um 90.000 Euro. 90.000! Torsten konnte sich nicht daran erinnern, diese 90.000 Euro jemals bekommen zu haben. Ein Telefongespräch mit dem Finanzamt gab Aufschluss. Die KG des Freundes machte jahrelang nur Verluste und wurde durch Zahlungen der Komplementär-GmbH gesponsort. Dadurch baute sich ein enormer Minusbetrag, eine Verpflichtung gegenüber der GmbH auf. Als die GmbH abgewickelt wurde, wurden diese Verbindlichkeiten jedoch seitens des Finanzamtes nicht anerkannt und im Abwicklungsjahr als Zufluss für die KG eingebucht. Demzufolge ergab sich ein steuerlicher Gewinn in dem entsprechenden Jahr und Torsten war als Kommanditist mit von der Partie. Seine geringe Beteiligung von nur 500 Euro erhielt eine fünfstellige steuerliche Gewinnzuweisung, die er nun zu versteuern hatte, selbst wenn er das Geld zuvor nie gesehen hatte.

Das Timing war eine Katastrophe. Die Einnahmen auf Minimum, vorhandene Rücklagen beinahe aufgebraucht und jetzt eine Steuernachforderung von über 40.000 Euro. Wie sollte Torsten das gemeistert bekommen?

Da das Finanzamt allgemein keinen Spaß versteht und nicht oft entgegenkommend ist, geschah, was in so einem Fall regelmäßig passiert. Pfändung aller Konten, Besuch vom Vollzugsbeamten, Abgabe eidesstattliche Versicherung, Antrag auf Insolvenz, Existenz zerstört. So schnell kann es passieren. Diese und vergleichbare Geschichten sind an der Tagesordnung.

Was geschieht, wenn Behörden oder auch private Gläubiger, per Gerichtsbeschluss versucht, die Wege auf den Konten zu verfolgen. Wäre es nicht sinnvoller, wenn es keine Wege gäbe, denen man folgen kann?

Bar erworbenes Gold bietet eine Option. Die Verwahrung kann in einem privaten Schließfach vorgenommen werden, bei dem die Gebühren einmal jährlich mit Bargeld entrichtet werden. Dort führt keine Spur hin. Das Edelmetall wäre dort geschützt, das Vermögen vor neugierigen Besuchern geschützt.

Vorsorgen mit Köpfchen lautet die Devise. Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm nahe Frankfurt am Main ermöglicht den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle kombiniert werden. Die Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die komfortable Lage, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

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