Mai 3, 2019

Wie kann man die Schulden beseitigen

by Julius Leineweber in Business, Corporate

Die weltweite Verschuldung expandiert ohne Unterlass. Zinsen und Zinseszins beanspruchen ihren Tribut und treiben die Verschuldung mit mathematischer Akkuratesse und Erbarmungslosigkeit in Richtung Unendlich. Existiert ein Weg aus dieser Entwicklung?

Sobald ein Auto in die Jahre kommt, beginnen die Verschleißteile zu versagen. Solche werden instandgesetzt oder ersetzt und der Wagen funktioniert wieder. Doch irgendwann kommt der Punkt, da steigt ein Teil aus, welches sich nicht mehr so problemlos reparieren lässt. An diesem Punkt ist es Zeit, das Fahrzeug auszutauschen.

Das “Geld-Auto” hat den Zeitpunkt längst erreicht, an dem es kurz vor dem Zusammenbruch steht. Massen von “Technikern” haben alle Hände voll zu tun, die “defekten Teile” zu reparieren oder auszuwechseln. Die allgegenwärtige Technikerpräsenz lässt diesem “Auto” gar keine Chance mehr, zu fahren. Einerseits sind die vielen Mechaniker im Weg, andererseits würde allein ein kleines Stück Weges genügen, dass das “Auto” vollständig seinen Geist aufgibt.

Dieses Sinnbild soll verdeutlichen, wie es um das Fiatgeldsystem bestellt ist. Unentwegtes Schuldenwachstum hat die letzte Phase des Geldsystems bereits lange eingeleitet. Das “Auto” ist bereits auf der Intensivstation der Werkstatt Dauergast. Welche Maßnahmen könnten die Situation beheben?

Schuldenschnitt

Die radikalste Möglichkeit wäre wahrscheinlich die Streichung von Schulden. Schulden und Guthaben bilden theoretisch ein Gleichgewicht, in der Praxis jedoch nicht. Die Zinsen sind der Störfaktor. Während Schulden durch die Banken aus dem Nichts erzeugt und nach der Tilgung wieder vernichtet werden, bleiben die Zinsen bestehen. Die werden im Zuge der Geldschöpfung nicht miterzeugt und strömen in der Regel nur in eine Richtung. Das Geld für die Zinszahlungen muss folglich beschafft werden und das erfolgt natürlich nur, indem Geld, welches durch Kreditvergabe geschöpft wurde, für die Zinszahlungen eingesetzt wird. Aber dieses Geld fehlt demzufolge an anderer Stelle. Einige Darlehen können dadurch nicht getilgt werden. Sicherheiten, überwiegend werthaltige Sachwerte wie Immobilien, abgetretene Aktien- oder Edelmetalldepots, werden statt der monetären Schuldentilgung herangezogen. Die für die Bank ausgefallene Darlehenssumme wird als Kreditausfall ausgebucht. Geldwerte werden damit durch Sicherheitenverwertung in Sachwerte getauscht.

Die Streichung von Schulden würde genauso eine Streichung von Geldguthaben nach sich ziehen. Allerdings wäre das eventuell zu verkraften, da, wie im Vorfeld erläutert, kontinuierlich Geldvermögen in Sachwertvermögen eingetauscht werden. Den Reichen würde ein Schuldenschnitt somit nur bedingt wehtun. Doch wie man an der derzeitigen Situation sehen kann, wird ein Schuldenschnitt eher nicht in Betracht gezogen.

Inflation

Die Inflation scheint eine realistischere Lösung zu sein. Geldwerte werden durch die schleichende Inflation weniger wert. Darlehen sind, genau wie Guthaben Geldwerte. Ein Vermögen oder eine Schuld über die Inflation zu halbieren erfordert lediglich eine Geldentwertungsrate und etwas Zeit.

Die Frage ist, ob genug Zeit für so eine Maßnahme gegeben ist. Bei 2 Prozent Geldentwertung wären 35 Jahre nötig, bis sich die Geldwertsubstanz halbiert. Je größer die Inflationsrate, desto schneller der Prozess. Bei 25 Prozent Preissteigerung benötigt man nur 3 Jahre, um diesen Effekt zu erzielen. Doch, wie schon festgestellt, wären nicht nur die Schulden betroffen, sondern auch die Sparguthaben. Die Deutschen haben weiterhin gewaltige Beträge auf Geldwerten, da in deren Vorstellung nach wie vor gilt, dass Geldwerte sicher wären.

Wahrungsreform

Eine Währungsreform oder Hyperinflation mittels Crash wäre die effektivste Problembewältigung. Das System würde bei null beginnen und man besäße die Chance, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Jedoch würde das die Notwenigkeit einer Verschiebung der Machstrukturen nach sich ziehen. Sonst muss man davon ausgehen, dass es beim Neustart ebenso weitergeht, wie zuvor.

Die letzten Währungsreformen haben gezeigt, dass Vermögen und Schulden unterschiedlich behandelt wurden. Man war stets bemüht, Schuldverhältnisse von Privatpersonen aufrecht zu erhalten. Außerdem zieht so eine Maßnahme auch das Risiko von Unruhen in der Bevölkerung nach sich. Bei solchen Unruhen, die bis zum Bürgerkrieg eskalieren könnten, bestünde natürlich die Gefahr für die etablierten Machtstrukturen, dass sie ihre Macht verlören. Das wäre das Letzte, was sich diese Leute wünschen.

Vorkehrung mit Gold

Es ist ein mathematischer, unumstößlicher Fakt, dass ein Geldsystem, welches auf Zins und Zinseszins aufbaut, irgendwann zusammenbrechen muss. Eine sinnvolle Vorsorge kann also darin bestehen, Geldwerte in Sachwerte einzutauschen. Dabei spielen insbesondere Edelmetalle eine bedeutende Rolle, denn sie sind wertbeständig, beweglich und im Gegensatz zu z.B. Immobilien auch zu kleineren, regelmäßigen Geldbeträgen erhältlich. Edelmetalle könnten in physischer Form sogar in den eigenen vier Wänden deponiert werden, falls ein Tresor existiert. Alternativ empfiehlt sich die Lagerung in einem Zollfreilager. Denn auch dort ist es möglich nach Absprache vorsprechen und seine Edelmetalle mitzunehmen.

Die PIM GOLD und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm nahe der Finanzmetropole Frankfurt am Main bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Somit können die Vorteile unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die Lage, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

Bildrechte: Urheber Bernd Liebl, Magdeburg