Juli 26, 2019

Von Zeit zu Zeit ist es besser, auf Förderungen zu verzichten

by Julius Leineweber in Business, Corporate

Jeder ist glücklich, wenn er ein Schnäppchen macht. Dieses Handeln ist spürbar ausgeprägt und wird gnadenlos in der Werbung ausgenutzt. Es geht auch so weit, dass bei der Werbung “Sonderangebot” oder “Schnäppchen” geradewegs gekauft wird, ohne das Schnäppchen zu prüfen. Das Gehirn setzt einfach aus und nimmt die Werbung als Wahrheit an, selbst wenn dieses vermeintliche “Schnäppchen” offensichtlich teurer ist.

Es wurde in letzter Zeit ein Test durchgeführt. Eine auffällige Werbetafel versprach ein großartiges Sonderangebot: “Kauf 2, zahl nur 3!” Was ist als nächstes geschehen? Einige kauften zwei Produkte zum Preis von dreien und freuten sich über das geniale Angebot. Als sie danach zur Rede gestellt wurden, erkannte man zahlreiche verdutzte Gesichter.

Das Geschäft mit den Beigaben floriert genauso. Kauft man etwas, gibt es etwas dazu oder sogar Geld zurück (Cashback). Speziell letzteres ist eine der krassesten Formen der Manipulation in der Werbung. Welchen Sinn ergibt es, Geld für etwas auszugeben und sich nachher zu freuen, dass es Geld zurückgibt? Aber offensichtlich funktioniert das viel besser, als das Erzeugnis von vornherein günstiger anzubieten. Bekommt man etwas dazu, ist das Angebot auf Anhieb weit attraktiver.

In der Finanzwelt ist das nicht ganz so einfach. Oft sind die Produkte abstrakt. Man muss allerhand Fantasie aufbringen, um zu erfassen, wie die Produkte arbeiten. Die meisten Angebote füllen vordergründig die Taschen der Anbieter und lassen den Kunden, der im guten Glauben sein Geld investiert, zu kurz kommen. Dennoch werden tagtäglich riesige Umsätze in der Finanzbranche erzielt. Auch hier ist das Marketing gut durchdacht. Besonders attraktiv klingt das Argument “der Staat gibt etwas dazu”.

Zweifach gefördert, der Bausparvertrag

Bausparen ist der Klassiker, sowie es um die Streuung verfälschter Tatsachen geht. “Sie können damit später bauen” – dies klingt stets gut. Aber das ist keineswegs immer so, denn bauen kann nur, wer ausreichend verdient und sich einen Kredit leisten kann. Bausparen kann doppelt subventioniert werden. Es gibt die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage. Die eine Prämie bekommt man durch das vermögenswirksame Sparen und die andere, sofern man selbst direkt auf den Bausparvertrag Geld einzahlt. Hauptargumente beim Verkauf von Bausparverträgen: Du erhältst doppelte Förderung und kannst späterhin mit dem Vertrag ein Haus bauen. So etwas funktioniert hervorragend. Wer möchte nicht gern die eigenen vier Wände? Allerdings sei die Anfrage erlaubt, ob sich jeder ein eigenes Haus leisten kann? Wer ein Haus finanziert, weiß, dass das ohne hohe Darlehensraten kaum möglich ist. Hohe Darlehensraten kann sich nur jemand leisten, der besser Geld verdient als ein Geringverdiener. Wer aber mehr Geld verdient als ein Geringverdiener, verdient zu viel, um die beiden Prämien auf seinem Bausparvertrag zu erhalten. Wer die Prämien bekommt, verdient kaum genug für eine Hausfinanzierung.

Außerdem ist die Finanzierungsvariante mit der geringsten monatlichen Belastung, eine Variante ohne Bausparvertrag. Die Integration eines Bausparvertrages verteuert jede Finanzierung. Der einzige Grund, warum Baufinanzierungen über Bausparverträge gestaltet werden, liegt an der liberaleren Bonitätsbetrachtung der Bausparkassen. Sowie die Bank ablehnt (und das geschieht immer aus gutem Grund), ist das für einen gewitzten Bausparkassenvertreter noch lange kein Grund, einer Familie, die sich eigentlich kein Haus leisten kann, eine Finanzierung zu basteln, die grundsätzlich erstmal bewilligt wird. Jedoch funktioniert sie in den seltensten Fällen ohne den berühmten Lottogewinn, das Erbe oder den neuen, besser bezahlten Job.

Der Kniff ist ein ganz einfacher: Bei Finanzierungen mit Hilfe von Bausparverträgen ist es häufige Praxis, sich Geld von der hauseigenen Hypothekenbank zu besorgen und parallel Bausparverträge in gleicher Summe abzuschließen. Diese sollen das Bankdarlehen später ablösen. Damit das funktioniert, muss je nach Bauspartarif ein Guthaben in Höhe von meist 40 Prozent – 50 Prozent der abgeschlossenen Bausparsumme angespart werden, bis das Bankdarlehen zur Rückzahlung fällig wird. Verständlicherweise müssten die Sparraten recht stattlich ausfallen, damit man das schafft. Die Bausparkasse setzt aber gern, um eine geringere monatliche Rate darzustellen, einen geringeren Sparbetrag an, oft den Mindestsparbetrag. Dem Kunden wird – wenn überhaupt – nur gesagt, man könne auch zwischendurch mal Geld zuschießen, um das auszugleichen. Jedoch, wer macht das denn, falls er sowieso viel zu wenig verdient und sich die Finanzierung an und für sich gar nicht leisten kann? Realitätsverweigerung ist die Folge und das dicke Ende kommt dann zum Schluss. Wer einkommensmäßig die Prämien erhält, sollte lieber Mieter bleiben.

Prämien und Steuervorteile mit der Lebensversicherung

Die heutigen förderfähigen Angebote der Lebensversicherungsbranche haben große Namen und heißen Riester und Rürup. Während Vater Staat vorrangig nach Lösungen für die Entlastung der geplagten gesetzlichen Rentenversicherung sucht und dabei durchaus brauchbare Ideen hervorbringt, ist das, was danach in Gemeinschaftsarbeit mit den Produktanbietern zusammengezimmert wurde, alles andere als brauchbar.

Der Fortfall der Steuerbegünstigung der Lebensversicherung in 2005 ließ das Neugeschäft einbrechen. Ohne Neugeschäft sind die Leistungsversprechen der bestehenden Verträge nicht erfüllbar. Ohne Ausgleich drohte der Niedergang einer gesamten Branche. Riester und Rürup lieferten diesen Ausgleich mit Leichtigkeit.

Seit dem Zeitpunkt sind diese Produkte aber auch Zielscheiben der Kritik. Die seriöse Wirtschaftspresse klärt regelmäßig darüber auf, wie diese Angebote wirklich funktionieren. Rentenversicherungen werden auf das Versprechen kalkuliert, dem Versicherten lebenslang eine gewisse Rente zu bezahlen. In der Versicherungsmathematik werden hierbei sogenannte Sterbetafeln verwendet, aus denen die durchschnittliche Lebenserwartung der Versicherten ablesbar ist. Dabei wird ein Schnitt ermittelt. Menschen verschiedener Berufe oder sozialer Strukturen haben eine unterschiedliche Lebenserwartung. So leben z. B. Menschen mit größeren Einkommen statistisch gesehen ein paar Jahre länger als Menschen gleichen Alters mit kleineren Einkommen. Etwa 44 Prozent der Versicherten, die eine Riester-Rente besitzen, verdienen nur bis 20.000 Euro im Jahr, sind daher Geringverdiener (mit entsprechender Lebenserwartung, die im Durchschnitt 7-10 Jahre geringer ist als die der Einkommensstärkeren). Die Versicherer gehen bei ihren Berechnungen ohne Ausnahme vom für den Anbieter ungünstigsten Fall aus, also von sehr hohen Lebenserwartungen von 98 Jahren und mehr, somit mehr als 10 Jahre mehr als es durch die amtliche Statistik begründet wird.

Dadurch verringert sich die zu erwartende monatliche Rente, denn die muss bis zum Alter von 98 Jahren reichen. Stirbt der Versicherte vor Erreichung des 98. Lebensjahres, fällt das restliche Vermögen des Vertrages als so genannter Risikoüberschuss in den Rücklagentopf der Versicherer. Aus diesen Rücklagen werden dann Verträge gesponsert, deren Versicherte älter als 98 Jahre werden. Man muss kein Einstein sein, um zu erkennen, dass es viel mehr Menschen geben wird, die vor dem 98. Lebensjahr von uns gehen als die, die es überleben. Also wird der Rücklagentopf immer gut gefüllt bleiben. Dass die Versicherungsgesellschaft 25 Prozent der Risikoüberschüsse als Gewinn entnehmen darf, ist ein schlüssiges Motiv für diese Verfahrensweise. Je mehr in den Risikoüberschüssen verbleibt, desto mehr hat der der Versicherer davon. Und wieso wohl ist die Riester-Rente kaum kapitalisierbar, nicht übertragbar und nicht vererbbar?

Rein rechnerisch dauert es aufgrund der Kalkulation und der vollen Versteuerung der Rente in etwa 20 Jahre, bis das selbst eingezahlte Geld in Form der Rente aufgebraucht wurde und die staatlichen Subventionen zur Auszahlung kommen, so die Berechnungen der Deutschen Aktuarvereinigung e.V.. Man müsste folglich mindestens 87 Jahre alt werden, bevor man etwas von den staatlichen Geschenken hätte. Wie soll man also die Argumentation der Politiker, der vielen Banker und Versicherungsvermittler deuten, die tagtäglich Menschen mit der angeblich so attraktiven staatlichen Förderung in die Riester-Rente hinein bewegen?

Sinnvollere Lösung: Sachwerte, nicht gefördert dafür werthaltig

Jeder Fachmann empfiehlt, einen Teil des eigenen Ersparten in Edelmetalle zu stecken. Richtwert sind 20 bis 30 Prozent des Vermögens, gleichwohl schadet es nicht, den Anteil etwas großzügiger zu gestalten. Gold ist dabei besonders wertgeschätzt und hat sich über Jahrtausende als nachhaltiger Wertspeicher bewährt.

Dass Gold teuer ist, sollte nicht wirklich als Nachteil empfunden werden. Im Gegenteil, denn der enorme Preisanstieg seit dem Jahr 2000 ist kein Beweis dafür, dass das Gold teuer ist. Es ist vielmehr ein Beweis dafür, dass der Wertverfall der Währungen massiv vorangeschritten ist. Expansive Geldpolitik ist eine Ursache für den enormen Preisanstieg. Die Nachfrage nach Gold ist sehr groß, was sich natürlich auch auf den Goldpreis auswirkt. Dadurch wird das begehrte Metall für viele Menschen unerschwinglich. Aber ist das etwas Schlechtes?

Edelmetalle bewährten sich stets als geeignete Maßnahme, das Vermögen zu sichern und zu schützen. Edelmetalle sind wertvolle Rohstoffe, die losgelöst von Währungen und deren Entwicklungen einen stabilen Eigenwert besitzen. Edelmetalle sind eben echte Sachwerte.

Die PIM GOLD GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Somit können die Chancen verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.