August 24, 2019

Zyklus eines kranken Geldsystems

by Julius Leineweber in Business, Corporate

In der Vergangenheit existierten schon zahlreiche Geldsysteme. Am fairsten war der Gold-Dollar, ein Papiergeld, dem Gold hinterlegt wurde und welches lediglich ausgeweitet werden durfte, wenn genügend Gold zur Verfügung stand. Doch als 1971 der Goldstandard durch US-Präsident Nixon aufgehoben wurde, stand der beliebigen Ausweitung der Geldmenge nichts mehr im Wege und in Folge dessen auch ein systembedingter Niedergang, der auf diese Weise seinen Anfang nahm. Die Fiat-Währung beherrscht seit dieser Zeit die Welt, steuert ihrem systemischen Finale zu und folgt hiermit einem Zyklus, der sich stets wiederholt und ohne Ausnahme identisch endet.

Ein Systemfehler steckt im zinsbasierten Geldsystem. Dieser Systemfehler bewirkt, dass nach einer bestimmten Zeit die Zinslasten so hoch werden, dass sie nicht mehr bezahlbar sind. Der Kollaps ist die Folge. Wichtig ist hierbei, die Menschen abzulenken, damit sie die drohende Gefahr nicht wahrnehmen. Denn Menschen, die ihr Vermögen retten wollen, waren schon immer eine unaufhaltsame Triebkraft, eine Krise voranzutreiben. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch, wie es damals war, am berüchtigten schwarzen Freitag in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ungebremste Verschuldung

Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika boomte zu dieser Zeit und eine mehrjährige Hausse am Aktienmarkt entzündete die Euphorie der Anleger. Wenn die Kurse steigen, versuchen viele, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Das war durchaus allzeit so und wird sich scheinbar nie ändern. Jeder erwartete, mit Aktien wohlhabend werden zu können und die nicht abreißenden Aktienkäufe beförderten die Kurse in astronomische Höhen. Viele Investoren verschuldeten sich, um am Aktienmarkt mitmischen zu können. Immer mehr Geld wurde investiert und eine Spekulationsblase entstand. Der Dow Jones war im Jahr 1923 von 100 Punkten auf 331 Punkte gestiegen.

Rabenschwarzer Freitag, der Anfang vom Ende

Als dann die Wirtschaft an Schwung verlor, verabschiedete sich auch die Zuversicht der Anleger in die Aktienmärkte. Was dann folgte, war absehbar. Ende 1928 stürzten die Kurse erstmals ab, was allerdings niemanden beunruhigte. Die Käufe waren ungebrochen und auch die Verschuldung der Haushalte hörte nicht auf. Zwar bemühte sich die US-Notenbank, die Verschuldung einzudämmen und erhöhte die Zinsen für langfristige Kredite, doch die Anleger nahmen stattdessen, von der Hoffnung auf weiter steigende Kurse angetrieben, kurzfristige Kredite auf, um am Aktienmarkt weiter dabei sein zu können. Etwa 10 Prozent der Aktienkäufe waren zu diesem Zeitpunkt kreditfinanziert. Aber niemand hatte Probleme damit, denn der Dow Jones erreichte zwischenzeitlich seinen historischen Höchststand von 381 Punkten. Es schien keine Grenzen für steigende Kurse zu geben.

Verschulden um Aktien zu kaufen

Anleger, die ihre Käufe kreditfinanziert hatten, waren beunruhigt, wenn sich die Kurse nicht wie erhofft entwickelten. Und genau das ereignete sich dann im Oktober 1929, als der Dow Jones deutlich verlor. Die Seitwärtsbewegung des Dow Jones war gar nicht hilfreich, denn um die aufgenommenen Schulden zurückführen zu können, waren steigende Kurse eine Voraussetzung. Es entstanden Anspannung, Angst und Hektik. Am 23. Oktober, kurz vor Mittag, begannen enorme Verkäufe ihre Auswirkung auf die Kurse zu zeigen. Der Dow Jones stand zu diesem Zeitpunkt noch bei stattlichen 300 Punkten. Die Verkäufe stiegen an. Man verkaufte zu jedem Preis und die Vielzahl der Aufträge brachte sogar den Handel sporadisch zum Erliegen. Nur zwei Stunden später war der Gesamtwert der börsennotierten Unternehmen um 11 Milliarden US-Dollar abgestürzt. Am darauffolgenden Freitag wurde dieser Trend fortgesetzt. In Europa sah man gelassen über den Teich und witterte Geschäftschancen. Man hoffte, dass amerikanische Kreditgeber künftig ihr Geld wieder nach Europa verleihen würden, anstatt es an der Wall Street zu investieren.

Epischer Kursverfall

Am darauffolgenden Dienstag brachen die Kurse ein. Einstweilen waren die Kurse bereits so sehr gefallen, dass eine Tilgung vieler Darlehen unmöglich war. Natürlich forderten die Banken immer noch ihr Geld zurück. Den Anlegern blieb nichts anderes übrig, als ihre Aktien zu jedem Preis zu verkaufen, was für weitere massive Verkäufe sorgte. Der Dow Jones stürzte immer weiter. Der Wert der Unternehmen fiel um zusätzliche 14 Milliarden Dollar.

Erst drei Wochen später endete die Talfahrt der Kurse. Der Dow Jones stand bei 180 Punkten und bewegte sich seitwärts. In der Hoffnung, der Kursverfall sei beendet, erwarben einige erneut mit hohem Risiko die vermeintlich günstigen Aktien. Ein folgenschwerer Irrtum, denn nur kurze Zeit danach setzte der Kursverfall erneut ein und kam erst im Sommer 1932 mit einem Dow Jones von 41 Punkten, seinem Erststand bei seiner Einführung, zum Stehen.

So ein Szenario wiederholte sich immer wieder in der Geschichte. Die Auswirkungen waren stets mehr oder weniger stark, indes das Muster war immer das gleiche. Triebkraft war meist das Verhalten der Kleinanleger, welche, von Habgier und Manipulation seitens ihrer Berater motiviert, zum falschen Zeitpunkt investierten.

Andere Zeiten, große Parallelen

Krisen sind keine Seltenheit und auch in Zukunft wird es immer wieder Krisen geben. Jede Krise vollzieht eine Umverteilung von Vermögen. Es existiert jederzeit eine Minderheit, die gegenüber der Mehrheit über einen Informationsvorsprung verfügt und diesen zu nutzen weiß. Einige Wenige bereichern sich als Folge wissend mithilfe der Gelder, die etliche Unwissende durch falsche Investitionen verlieren.

Aber manchmal trifft es auch mal die Richtigen, wie bei der letzten größeren Krise. Bankenpleiten großer, bekannter Banken hätten eigentlich Charme. Bekanntlich waren die Banken die Verursacher dieser Krise. Auf diese Weise wäre es nur fair, wenn sie selbst dafür geradestehen müssten. Die Verbraucher würden verstehen, mit wem sie es zu tun haben.

Der Deutsche scheint ja noch immer der Meinung zu sein, dass die Banken seine Freude sind, nur weil die Angestellten stets so freundlich sind. Ihre Produkte bringen die Banken natürlich leichter an den Mann oder die Frau, wenn ihre Erfüllungsgehilfen dabei galant lächeln. Jeder Mensch möchte freundlich bedient werden, das ist doch eine Selbstverständlichkeit.

Angriff auf die Gefühlswelt

Die meisten Menschen kaufen in Finanzangelegenheiten kaum auf Basis von Fakten. Viel öfter ist das Gefühl entscheidend. Es ist folglich ganz normal, wenn die Anbieter von Spar- und Anlageprodukten in ihrer Vorgehensweise vor allem auf das Gefühl ihrer Zielgruppe abzielen. Eine positive Stimmungslage macht einen Interessenten willig. Und ein entscheidungsfreudiger Mensch wird gutgläubig oder im schlimmsten Fall sogar leichtfertig.

Defizite beim Finanzwissen

Was aber dazu kommt, ist der Umstand, dass den Menschen oft kein ausreichender Wissensfundus im Bereich Finanzen zur Verfügung steht. In der Schule wird kein Wissen über Wirtschaft und Geldkreisläufe vermittelt und in der Praxis mangelt es an leicht verständlichen Quellen. Tatsächlich ist es so, dass schon immer die Anbieter das “Wissen” zur Verfügung stellen und dieses dann ungeprüft von Generation zu Generation weitergegeben wird. Heutzutage gilt derjenige als Profi, wenn er weiß, zu welchem Erfordernis welches Angebot passen würde oder anders gesagt, wenn er weiß, auf welche Weise man mit Hilfe der Anbieter jeden Bedarf scheinbar decken kann. Man kennt sich aus, sobald man weiß, welche Spar- und Anlageformen es gibt und wo man die größten Zinsen bekommt. Man zählt bereits zu den Fachleuten, wenn man weiß, wie man dieser Tage ein Eigenheim finanzieren kann. Und man zählt als absoluter Profi, wenn man sagen kann, welche Klassen von Versicherungen es gibt und wofür sie verwendet werden können.

All dieses sogenannte “Wissen” ist bedauerlicherweise sehr wenig wert, denn es ist kein wirkliches Wissen. Bei diesem sogenannten Wissen geht es doch viel eher darum, wie man Produkte platziert. Der Unterschied ist allein, dass sich die Informationen darüber mittlerweile vom Verkäufer zu einigen Verbrauchern verschoben haben.

Vertretbare Risiken

Unsere Wahrnehmung spielt ständig mit uns. Möchten wir uns z. B. neuen PKW zulegen, befassen wir uns gewissenhaft mit dem neuen Autotyp. Unsere Wahrnehmung wird für dieses Auto sensibilisiert und überraschenderweise entdecken wir überall genau dieses Auto.

Der Alltag zeigt uns, wie wir Risiken einschätzen und danach vorgehen. Die Praxis lehrt, dass eine Bedrohung dann am präsentesten ist, wenn wir unablässig an sie denken. Die Wahrnehmung richtet sich dann auf die befürchtete Gefahr aus und oftmals tritt das befürchtete Vorkommnis dann auch ein. Man zieht das Unglück quasi an, denn unsere Wahrnehmung macht uns für genau die Sachverhalte sensibler, die mit dieser Gefahr zusammenhängen. Wie der Autofahrer, der auf der Autobahn ein Hindernis sieht und es mit seinem Blick fixiert. Er steuert sodann automatisch genau darauf zu, bis das Unglück eintritt.

Aufmerksamkeit ist eine Entscheidung

Analog dazu geschieht uns oft bei schwierigen Situationen nichts, wenn wir diese Situation einfach ignorieren. Sofern wir nicht an Bedrohungen denken, sondern mit diesen Situationen gelassen umgehen, haben wir keine Furcht. Und frei von Furcht, sind wir total entspannt. Dementsprechend passiert uns meist nichts. Obwohl wir uns nicht mit ihnen auseinandersetzen, wissen wir um die Risiken. Wir verstehen, dass wir unser Leben verlieren können, wenn wir mit dem Auto fahren. Und wir verstehen ebenfalls, dass wir erkranken können, falls wir rauchen oder uns unvorteilhaft verpflegen. Wir wägen die Risiken ab und stellen die Vor- und Nachteile gegenüber, die entstehen, wenn wir unsere Verhaltensweisen anpassen. Am Abschluss steht eine Wahl.

Wer die Wahl hat …

Bei der Auslese unserer Kapitalanlagen sollte ähnlich vorgegangen werden. Wir sollten die Chancen verstehen und die Risikobelehrung verstehen. Letztere fällt bei den meisten Kapitalanlagen extrem umfangreich aus. Der Gesetzgeber erwartet, dass über jedes eventuelle Risiko aufgeklärt werden muss. Das bedeutet dennoch nicht, dass die Situationen, die in der Risikobelehrung aufgeführt werden, tatsächlich eintreten müssen. Eher ist es hier erheblich, diese Risiken zu kennen und zu wissen, wann welcher Fall realistisch eintreten kann. Es ist dabei Voraussetzung, die Funktionsweise der Kapitalanlage genau zu erfassen, um abschätzen zu können, aus welchem Grund und mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Risiken real werden können.

Sicherheit ist, was man darunter versteht

Uneingeschränkte Sicherheit gibt es nicht. Auch Geldwertanlagen, die nach vorherrschender Betrachtungsweise sicher sein sollen, bieten lediglich eine sehr eingeschränkte Sicherheit. Sachwerte sind die Antwort. Edelmetalle sind in diesem Zusammenhang besonders praktisch, da es bei diesen keine unternehmerischen Risiken gibt wie z.B. bei Aktien oder Unternehmensbeteiligungen. In diesem Fall zählt einzig die Substanz und die bleibt immer erhalten. Gerade Gold bietet sich als eines der gefragtesten Edelmetalle an. Physisches Gold ist in vielen verschiedenen Barren- und Münzgrößen und -formen verfügbar. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Reales Gold kann zum Beispiel auch mit Hilfe von Goldsparplänen mit gleichbleibenden monatlichen Beträgen erworben werden. Der Nutzen hier liegt in der Art des Kaufes. Mit gleichbleibenden Beträgen kauft man stets viel Gold, wenn der Goldpreis gering ist und weniger Gold, sofern der Goldpreis hochsteht. Das rechnet sich auf lange Sicht.

Die PIM GOLD GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen ermöglicht den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Vorteile verschiedener Edelmetalle kombiniert werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die Lage, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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