September 2, 2019

Minuszinsen mehren sich, Enteignung der Sparer mit Kalkül?

by Julius Leineweber in Business, Corporate

Die Institute lösen sich seit einiger Zeit von Sparverträgen mit höherer Verzinsung für ihren Kunden. Dies beinhaltet Bausparverträge, Lebensversicherungen und in letzter Zeit im gleichen Sinne Sparverträge von Sparkassen. Doch auch die Staatspapiere rentieren indessen negativ. Sparer, die ihr Geld an Staat und Institute verleihen, dürfen nun auch noch dafür bezahlen. Verkehrte Welt?

Geldanlage, so wie man diese über Jahrzehnte kannte, scheint es nicht mehr zu geben. Die Masse der Finanzprodukte werfen unbedeutende Zinsen ab, viele rentieren sogar negativ. Wer Erspartes auf seinem Konto hat, wird bestraft. Und der, der dem Staat Geld leiht, darf dafür auch noch draufzahlen. Geldwerte verlieren konstant an Wert, wenn es um Vermögensaufbau und Anlegen geht. Ein Gutes hat das allerdings. Das Geld auf Konten ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Wer demzufolge sein Geld von den Konten abhebt und Bares daheim verwahrt, hat zumindest wieder gesetzliche Zahlungsmittel zur Verfügung.

Sind die Sparkassen noch gemäß ihres Auftrages unterwegs?

Die Kündigungswelle bei besserverzinsten Sparverträgen seitens der Sparkassen ist allerdings eine Sache für sich. Die Sparkassen besitzen einen öffentlichen Auftrag, der auch gern als Nutzenargument von den Sparkassenberatern genutzt wird. Darin finden sich:

  • die Versorgung der Menschen und der Region mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen
  • die Deckung des regionalen Kreditbedarfs, insbesondere des Mittelstandes
  • die Förderung des Sparsinns und der finanziellen Eigenvorsorge
  • die Wirtschaftserziehung der Menschen in der Region
  • die Stärkung des Wettbewerbes
  • das gesellschaftliche Engagement

Ob Minuszinsen und die Kündigung gut verzinster Sparverträge mit der Förderung des Sparsinns und der finanziellen Eigenvorsorge verträglich sind, muss vermutlich infrage gestellt werden. Dessen ungeachtet sind auch Sparkassen Unternehmen und Unternehmen sollten Erträge erzielen. Warum sollten sich die Sparkassen daher anders verhalten? Anleger und Sparer werden diesem Verhalten entsprechend antworten und sich nach Alternativen umsehen.

Geldentwertung soll steigen

Ein hausgemachtes Thema der Geldwerte ist die schleichende Preissteigerung. Die Inflation frisst die Rendite. Gibt es keine Erträge, wird die Substanz gemindert. Die EZB ist momentan bestrebt, die Teuerungsrate zu vergrößern. Für Darlehensnehmer, allen voran für die Staaten, wäre dies gelegen, da Verbindlichkeiten gleichermaßen Geldwerte sind. Für die Anleger und Sparer wäre das dagegen zweifach bitter. Zum einen schwinden die Erträge angesichts der geringen Zinsen, andererseits schmilzt das Vermögen dahin. Wer jetzt nicht tätig wird und sein Erspartes inflationsgesichert anlegt, wird verlieren. Enttäuschte Sparer werden keine andere Wahl haben, als sich den Sachwerten zuzuwenden.

Edelmetalle als Möglichkeit

Die Staatsbanken führen es vor. Das Reich der Mitte und Russland bauen ihre Goldreserven massiv aus und heizen auf diese Weise den Goldpreis an. Im gleichen Atemzug trennen die Nationen sich von US-Schatzanweisungen und bewegen sich auf diese Weise permanent vorwärts in Richtung Ungebundenheit vom US-Dollar. Der Goldpreis erfährt derzeit eine enorme Steigerung. In der letzten Woche kostete die Feinunze Gold über 1.530 US-Dollar. Fachleute gehen von weiteren Preiszuwächsen aus. Private Anleger könnten aus dieser Situation ihren Nutzen ziehen.

Der US-Dollar büßt kontinuierlich an Bedeutsamkeit ein und hat zwischenzeitlich seinen Status als ultimatives Wertaufbewahrungsmittel eingebüßt. Die Staaten setzen zunehmend auf die älteste Währung der Welt: Gold. Sein Wert ist über die Kulturen hinweg unbestritten.

Mit Gold gedenken die Staatsbanken eine Art Krisenversicherung für den Fall der Fälle aufzubauen. Die rückläufige Akzeptanz des US-Dollar und die immensen Verkäufe von US-Staatsanleihen durch die Länder, resultieren in einer Steigerung der Geldmenge in den Vereinigte Staaten, was letztlich nur in einer Inflation enden kann. Tritt der US-Dollar in eine Inflationsspirale ein, dürfte das weitreichende Auswirkungen auf jede Wirtschaft haben, wo große Dollarreserven liegen.

Die Weltwährungen hängen voneinander ab. Sämtliche Währungen sind Fiatwährungen und deshalb unendlich vermehrbar. Alleinig ein Systemwechsel mit einem Goldstandard kann das Schlimmste verhindern und die Umverteilung des Vermögens von unten nach oben einstellen. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Initiativen, für die Einrichtung eines neuen Goldstandards.

Private Sparer und Anleger sollten diese Sachlage als Chance ausmachen, sich von Geldwerten trennen und den Edelmetallen zuwenden. Allein auf diese Weise ist es möglich, Vermögen verlässlich zu speichern.

Die PIM GOLD GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm ermöglicht den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Damit können die Vorteile verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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