Tag: Gold und Silber in 2019

Wie entwickeln sich Gold und Silber in 2019

Die Prognosen für Edelmetallpreise aufzustellen, ist ein zweischneidiges Schwert. Die Medien sind voll davon und nur die wenigsten Prognosen erfüllen sich. Nach der Wahl von Donald Trump im November 2016 prognostizierten die Medien einen starken Dollar, das Platzen der Anleihen-Blase, einen nachgebende Aktienmarkt und fallende Goldkurse.

Für 2018 war das dominante Thema ein starker Dollar, der die US-Wirtschaft und den Aktienmarkt voranbringen würde. Dies sollte abermals zu nachgebenden Goldkursen führen.

Was geschah tatsächlich?

Der Aktienmarkt kletterte im Jahr 2017, aber der Dollar fiel, die Anleihen-Blase blieb bestehen und der Goldkurs stieg um mehr als 10 Prozent. Und im letzten Jahr stieg der Dollar-Index trotz aller Dollar-Bullen, die die meisten Märkte runterzogen, lediglich um 4,6 Prozent. Ende des Jahres setzte sich das als Thema Nr. 1 betrachtete politische Risiko unweigerlich durch und drückte den Dollar auf ein niedriges Niveau. Der Goldkurs sank im Jahr 2018, allerdings nur um weniger als 3 Prozent. Folglich weit entfernt von dem Schicksal, welches so viele Fachleute vorhergesagt hatten. Nun, im Jahr 2019, ist es wieder an der Zeit, einige langfristige Prognose zu wagen.

Das Jahr 2019 wird bezüglich der Wirtschaft, den Dollar und die Fed-Politik Parallelen zum Jahr 2010 haben. Alle diese Faktoren werden zusammenwirken, und die Gold- und Silberpreise auf das erfolgreichste Jahr seit 2010 zu bringen, als COMEX-Gold um fast 30 Prozent und COMEX-Silber um ordentliche 83 Prozent gewachsen sind. Es wird vermutlich schwierig sein, diese Gewinne im Jahr 2019 wieder zu erzielen, aber der Weg nach oben ist geebnet. Die Parallelen zur Marktumgebung aus 2010 sind sehr ausgeprägt.

Die US-Wirtschaft startete 2010 sich von der großen Finanzkrise 2008 zu erholen. Die Mainstream-Medien propagierten unbeirrt “grüne Triebe” und das Wachstum des Bruttoinhaltsproduktes war manierlich. Tatsächlich war das BIP im zweiten Quartal 2010 um 3,7 Prozent gestiegen, das dritte Quartal verzeichnete ein Wachstum von +3,0 Prozent und das vierte Quartal verzeichnete ein Wachstum von +2,0 Prozent.

Die Fed hatte im März 2009 das erste QE-Programm zur Monetarisierung der Verschuldung initiiert, welches jedoch 2010 beendet wurde. Es wurde allgemein als einmalig und als Erfolg bewertet – und sollte auch nie gebraucht oder wiederholt werden.

Und der Dollar stieg, als sich die US-Wirtschaft schneller erholte, als der Rest der Welt. Der Dollarindex erreichte 2010 einen Zuwachs von 1,5 Prozent.

Weitere Parallelen in 2018

Die US-Wirtschaft entwickelte sich mit einem Plus von 2,2 Prozent in Q1, 4,2 Prozent in Q2 und 3,3 Prozent in Q3 sehr gut.

Die Federal Reserve steigerte den Zinssatz für Fed-Fonds jedes Quartal um bis zu einem Punkt. Der Tagesgeldsatz liegt nun bei 2,50 Prozent und die volle Zinskurve ist im Wesentlichen flach.

Der Dollar stieg, da die USA die am meisten entwickelte Volkswirtschaft hatten. Der Gesamtgewinn des Dollarindex lag im Jahr 2018 bei 4,6 Prozent.

Wieder in der Vergangenheit gelang es den USA im Jahr 2011 nicht, erneut zu Wohlstand zu kommen. Nach dem Zenit im zweiten Quartal 2010 begann sich die US-Wirtschaft rapide zu verlangsamen. Der Dollar begann hierdurch zu verlieren. Auf dem Weg zu höheren Zinssätzen und einer Normalisierung der Bilanz in 2018 passierte eine interessante Sache. Exakt wie im Jahr 2010 verlor die US-Wirtschaft an Schwung und der Dollar begann abzustürzen.

Unter ähnlichen Rahmenbedingungen kehrte die Fed im November 2010 zu ihren ursprünglichen Absichten zurück und gab ein zweites QE-Programm bekannt, das erneute Anleihenkäufe über 600 Mrd. USD vorsah. Dieses Vorhaben erlaubte der US-Notenbank, noch mehr notleidende Papiere von ihren Mitgliedsbanken aufzukaufen und weitere 300 Mrd. USD in US-Schulden zu monetarisieren. Die Marktreaktion war Ende 2010 schnell und konsequent.

Im Verlauf des Jahres 2011 fiel der Dollar deutlich und die Vertrauenskrise wuchs bis zu einem Punkt, an dem im August 2011 die US-Krise, der Stillstand der Regierung und die Diskussion über die Schuldenobergrenze zum ersten S&P-Downgrade der US-Kreditqualität in der Historie führten.

Damals schossen die Dollarpreise von Gold und Silber in die Höhe. Zum Jahresbeginn 2010 notierte COMEX-Gold nahe 1.100 USD pro Unze. Anfang September 2011 lag der Preis bei 1.920 Dollar. COMEX-Silber war noch extremer. Es begann 2010 im Bereich von 17 Dollar und war Anfang August erst bei 18 Dollar. Die Vertrauenskrise, die durch die Umkehrung der Fed-Politik (QE2) und einen epischen Short-Squeeze der Bank Anfang 2011 ausgelöst wurde, führte Ende April 2011 zu einem Höchststand von 48 USD. Das entsprach einem Gewinn von fast 150 Prozent über acht Monate.

Ist es möglich, dass sich die Geschichte wiederholt?

Die wirtschaftlichen Bedingungen und die Entscheidungen der Zentralbank der Vereinigten Staaten Anfang 2019 sind beide sehr vergleichbar zu denen im Jahr 2010. Jedoch herrscht in den USA politische Zwietracht, die seit Jahrzehnten unerreicht ist. Es sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Ermittlungen des Kongresses und sogar Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten nicht ausgeschlossen. Dies könnte nicht nur zu einer massiven Gesetzeskrise führen, sondern auch die Hoffnung und das Vertrauen der amerikanischen Konsumenten für das kommende Jahr zerstören.

Ein schwindendes Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen würde zu einem Konjunkturrückgang, niedrigeren Steuereinnahmen auf allen Ebenen und sinkenden Eigenheimpreisen führen.

All diese Kriterien führen zu einer Verstärkung der US-Staatsverschuldung. Da im vor uns liegenden Jahrzehnt ein Defizit von mehreren Billionen Dollar prognostiziert wird (und dies beruht auf einem Wirtschaftswachstum von 2 oder mehr Prozent), explodiert die US-Staatsverschuldung vereint mit den Zinskosten, die für diese angesammelten Schulden zu entrichten sind.

Die Gesamtverschuldung 2010 lag bei nur 12 Mrd. USD, und es bestand die Hoffnung, dass die Vereinigte Staaten “aus diesen herauswachsen könnten”. Die folgende Rezession wird letztendlich die Erkenntnis bringen, dass dies nicht machbar ist.

Letztlich wird die Federal Reserve gezwungen sein, ihre momentane Politik der Zinserhöhung und der Bilanzsenkung umzukehren. Wird sie im März den Leitzins wieder erhöhen? Das wird sich in Kürze offenbaren. Entweder erhöht die Zentralbank der Vereinigten Staaten die Zinsen im März nicht und beginnt im Laufe des Jahres mit Zinssenkungen und QE-Maßnahmen oder sie wird im März die Reserven erhöhen und bis Ende dieses Jahres mit Zinssenkungen und QE-Maßnahmen beginnen. Das würde keinen großen Unterschied machen.

COMEX-Gold und Silber sind bereits dabei, auf die Situation zu reagieren. Dies ist der Grund, warum beide Metalle nach dem letzten Tiefpunkt im November nach oben tendierten. Die Schwäche des Aktienmarktes im Dezember hat mit ein paar zusätzlichen Umschichtungen aus den AKtien in die Edelmetalle dazu beigetragen, aber dieser Einfluss war schwach im Vergleich zu dem Aufwachen, das Gold und Silber angesichts der bevorstehenden Änderungen der US-Notenbank und der kommenden Finanzkrise von 2019 haben werden.

COMEX-Gold und Silber werden im Jahr 2019 wahrscheinlich, die besten Gewinne seit 2010 realisieren. Die Zentralbank der Vereinigten Staaten wird letztendlich gezwungen sein, ihren Kurs umzukehren. Wenn dies der Fall ist, könnte die Reaktion von COMEX-Gold und Silber vermutlich noch größer als 2011 sein. Demnach ist es Zeit, sich heute mit beiden Metallen einzudecken. Und selbst dann, wenn dieses Szenario nicht eintritt. Eine gute Vorsorge ist es ganz bestimmt, in Edelmetalle zu investieren.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hiermit können die Vorteile verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

Bildrechte: AdobeStock, Urheber: Zerbor, ID: #229949491
Quelle: Craig Hemke, http://news.goldseek.com

Read More